Max Kuba
Max  Kuba

Jedermann im Wendland

Eine alte Moritat

Als szenisches Spiel in sieben Aufzügen neu erzählt

 

 

Es ist ein schon lange von mir bearbeitetes Thema und ein Projekt. Das volkstümliche Stück vom "Jedermann", dessen Stoff so zeitlos und aktuell ist wie das Menschsein selbst. Die schlichte Wahrheit, daß jeder einmal sterben muß, unabhängig von Stand und Vermögen ist ein schon im Mittelalter weit verbreiteter Stoff- und Motivkreis, der sich in oft nur mündlich überlieferten Schwanken und Liedern erhalten  hat, bis sich schließlich Hoffmann von Fallersleben dieses Topos annahm und einen dramaturgisch fassbaren Text schrieb, der noch heute die Grundlage für aktuelle Inszenierungen bildet.

In einigen kleinen Dörfern in Österreich und in der Schweiz werden noch heute Formen dieses Spieles vom reichen Mann aufgeführt, die deutlich älter sind. Es sind zum Teil mundartliche Formen des Themas, das seine Wurzeln in der Antike gründet.

Der Text von Fallersleben von 1909 ist nun seinerseits in die Jahre gekommen. Er wirkt etwas sperrig und schwer verständlich, wenngleich er nichts an Aktualität eingebüßt hat. Zugleich scheint mir in heutiger Zeit der eigene Tod angesichts von Antiaging und Jugendwahn zunehmend ein Tabu darzustellen, zu dem wir zusehens eine größere Diistanz entwickeln. So ist mir die Idee gekommen, eine eigene Fassung zu schreiben, bezogen auf die Region, in der ich jetzt lebe, angeregtt von ähnlichen, lokalen Neufassungen, wie etwa dem "Hamburger Jedermann," welcher seit vielen Jahren mit großem Erfolg aufgeführt wird.       

Max Kuba "Tod und Verzweiflung" Öl auf Spanplatte, ca. 134 x 83 cm

"Quod sumus, hoc eritis.

Fuimos quandoque, quod estis"

 

Was wir sind, werdet ihr einst sein.

Was ihr seid, sind wir einst gewesen.

 

Dem mittelalterlichen Mensch war der Tod stets präsent und ein ständiger Begleiter. Das "Memento Mori" fand seinen Ausdruck beispielsweise in den Darstellungen von Totentänzen und in Legenden, wie etwa in der von den drei Lebenden und den drei Toten, die seit dem 11. Jahrhundert im europäischen Raum verbreitet war. Die durchschnittliche Lebenserwartung war gering, der moralische Druck, in der kurzen Lebensspanne ein tugendhaftes Leben zu führen, war, christlich-religiös stark geprägt, umso größer.  Vor allem die Mildtätigkeit gegenüber den Armen ist im Christentum dabei von zentraler Bedeutung, die sich in vielen Sagen, Liedern und Märchen bis in heutige Zeit spiegelt, in denen der Geizige und Hartherzige immer bestraft wird. In diesen Kontext ist auch der "Jedermann" einzuordnen, der letztendlich in Form eines Dramas daherkommt, inhaltlich aber auf das Engste mit christlichen Werten verknüpft ist.

 

Der eigentliche  Text  "Jedermann im Wendland" wurde von mir bereits 2014 fertiggestellt und urheberrechtlich geschützt. Es ist geplant, ihn im Eigenverlag zu publizieren. Vorher soll er noch illustriert werden. Mein Ziel ist es, ihn an dieser Stelle darzustellen und über die Website später auch zu vertreiben.

Nachfolgend stelle ich einen Ausschnitt aus dem 2. Aufzug ein. Es begegnen sich Tod und Teufel nach langer Zeit und ringen um den Jedermann.

 

   

Max Kuba

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